Eternal Sunshine Of The Spotless Mind.

...Profitieren von dem Hype..

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 22:28

//Liegt die Wahrheit zwischen zwei Extremen?//

Mein Leben ist aber momentan weder von Höhenflügen noch von Adrenalinschüben durchzogen, weshalb ich auch nie enthusiastisch genug war irgendetwas darüber zu schreiben.

Ich fühle mich die Woche hindurch ausgelaugt, verängstigt, in Ecken gedrängt und von Leuten mit Gedanken belästigt. Ich jage durch die Gassen als gäbe es kein Morgen, versuche dabei mein Mikrowellen-Mittagessen möglichst unbeschädigt zu transportieren und gleichzeitig meine Frisur in Ordnung zu bringen, denn bekanntlich ist es leichter sich anzupassen als sich auszugrenzen. Statistiken besagen man fände dadurch schneller Freunde.

Dieser Tage also gestaltet sich das Leben als solches und das Lieben als Ganzes wieder mal als sehr schwer. Zumal seit geraumer Zeit jeden Tag der gleiche Rat in meinem Horoskop steht, die Haltestellen-Ansagerin im Zug mir ihren Akzent immer wieder an den Kopf schmeisst, mir übel wird von den Eindrücken und die Gedanken mein Gehirn rotieren, mein Herz kollabieren und meinen Verstand aussetzen lassen.

Leute um mich herum, die ich schon länger kenne, machen Sachen, die sie in den Normalzustand versetzen, sie werden profillos, verschwinden in der Masse und zeigen keine Spur von Individualität. Ich gebe zu, dass ich wahrscheinlich weder mit meinem Aussehen noch mit meiner verbalen Technik aus der Masse hervorsteche, doch tue ich es mit meinen Gedanken und Ansichten. Und alle Menschen um mich herum verblassen, werden durchscheinend und scheinen sich aufzulösen. Ihre Gesichter werden gelegentlich noch von Fehlschaltungen der Nerven durchzuckt und sie erreichen ihre Befriedigung nur durch Belächeln der anderen, das sie – ihrer Ansicht nach – nicht zu begründen brauchen.

- Insgeheim wünscht ihr euch es wäre nie soweit gekommen.-

Diese Menschen merken es vielleicht nicht, aber sie machen mir den Alltag zur Hölle. Auch wenn ich sie schon längere Zeit kenne, erkenne ich keinen von ihnen wieder. Sie sind alle zu einer Masse verschwommen, ihre eigenen Gedanken wurden verklebt und sie und ihre Freiheit eingeschlossen in einen lebenslangen Bunker, dem sie nie mehr entkommen, wenn sie nicht sofort einen Fluchtplan entwickeln.

Doch bis sie ihre Misere erkennen ist es meist schon zu spät.

Ich will hier nicht behaupten, dass ich über diesen Menschen stehe, doch bin ich stolz darauf meine Meinung schützen zu können vor äusseren Einflüssen auch wenn ich sie nicht unbedingt öffentlich kundtue. Und ich brauche keine Bestätigung oder

Anerkennung durch Photos in denen ich in kindlich-mädchenhafter Manier in die Kamera blicke, verträumt und versuche den bestmöglichen Eindruck abzuliefern.

Eigentlich wollte ich den Eintrag in eine ganz andere Richtung treiben, doch das passierte nun doch nicht.

Später vielleicht irgendwann mehr von der Front.


Euphorie deluxe

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 12:57

All that I am. All that I ever was. Is here in your perfect eyes, they're all I can see.

Ich glaube fest daran, dass Geburtstage eine heilende Wirkung haben. Vielleicht stimmt es nicht, vielleicht geschieht wieder kein Wunder, doch wenn man schon von Anfang an nicht ein einziges kleines Fünkchen Hoffnung hat, so geht es bestimmt schief. Fies sowas. Ich wage also zu behaupten ( die Gallagher sind ja auch ein bisschen euphorisch) ;

It's getting better , man!


Der Traum vom Schreiben

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 20:49

Meine Natur sieht es vor, dass ich den Schmerz, den Hass und alle anderen negativen Gefühle meist in mich hineinfresse. Andere Menschen machen Sport um sich abzureagieren, laufen Amok oder verbringen die Tage heulend zu Hause um die angestaute Wut los zu werden.

Ich selbst schreibe. Ich schreibe über die Menschen, die mir das Leben schwer machen, die ich nicht verstehe oder die mich nicht verstehen. Ich schreibe darüber, wie wunderschön und grausam zugleich das Leben sein kann, ich erzähle hunderten von Blättern mit jedem einzelnen meiner Schriftzeichen von meiner Seele, weniger von meinen Taten dafür mehr von meinen Ansichten. Meine Hände scheinen dazu da zu sein alles auf Papier zu bringen. Ich sehe hinweg über Rechtschreibfehler, über Grammatik und schon gar nicht beachte ich irgendwelche Stilregeln. Und vielleicht macht dies für mich auch den Reiz des Ganzen aus. Zu wissen, dass vielleicht niemand je meine Sachen lesen wird ( im Internet ist dies zwar wahrscheinlicher, da Google die Blogsuche ja auch innehat), mich ausgenommen. Vielleicht werde ich Ende meines Lebens einfach einen ganzen Haufen vollgeschriebener Notizbücher haben, ohne jedoch im Leben etwas wirklich erreicht zu haben. Und dann werde ich mich in meinen Schaukelstuhl zurücklehnen und sagen können ; Dies ist mein Lebenswerk. Abertausende Seiten mit Leben und Gefühlen gefüllt und mir allein gehören sie.

Manchmal erheitert einem schon nur diese eine, simple Vorstellung den Tag.


september wants to kill you

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 12:42

september nun wieder mal.

Es wird Herbst, du wirst träge, müde, lustlos und zu allem Überfluss spielt das Leben Katz und Maus mit dir. Es will dich fangen und dich für sich begeistern, doch schreckt es dich bisweilen so ab, dass du dich schreiend in eine Ecke flüchtest.

Niemand kann dir sagen, was es ausmacht zu leben oder wie du es am besten tust ohne dich dann am Ende vor dir selbst zu fürchten. Die Menschen um dich herum erwarten deinen Einsatz, deine Einsicht und dein Verständnis. Doch ich kann und will nicht immer meine 200% in alles geben, was von mir verlangt dass ich es sollte. Ich gebe meist viel oder zuwenig, ich weiss es selbst nicht. Doch was ich weiss ist, dass mich der September wieder einmal tief in die Scheisse geritten hat - ich gebe meist, aus Ermangelung an Gründen dem Wetter oder dem Monat die Schuld für meine Miseren - und ich somit wieder einmal 200% geben muss, um mich aufzuraffen.


A song A day

see it//love it — geschrieben von callme @ 20:52

Heute wurde ich wieder fündig bei meiner Suche nach tollen Songs und noch besseren - dazugehörigen - Clips.

the scissor sisters - I don't feel like dancing

Wunderbarer geht es kaum. Unter den abertausenden von miserablen Videoclips auf Viva(!?!) gab es heute dieses eine von den grandiosen Scissor sisters, ein Clip nur zum Staunen und geniessen und ...ach ich liebe ihn einfach. (den Song genauso, aber das ist eine andere Geschichte).


get under my skin and check my desire

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 20:27

In diesen Tagen fühlt sich mein Kopf so leer an. In deinem Körper breitet sich nur dann eine wohlige Wärme aus, wenn du nur funktionierst aber nichts mehr denkst oder gar fühlst. Jeder Atemzug verliert seine Glaubhaftigkeit, jedes Wort trifft dich wie Gift und du bist jeden Tag nur unendlich müde. Ich komme abends nach Hause, checke schnell meine E-mails, mache die anfälligen Aufgaben und finde danach meinen Weg ins Bett, da ich morgens wieder früh aufstehen muss. Jeder Tag entwickelt sich zur Routine und ich komme mir vor als wäre das Leben selbst eine Fabrik. Du hälst deine Karte rein, fängst an zu arbeiten, machst Mittagspause, arbeitest, checkst aus, gönnst dir ein Sandwich und legst dich schlafen. Ist es wirklich das was ein Mensch anstrebt? Lebt man nur für dies?

Ich fühle mich schon jetzt, nach knapp drei Wochen, gefangen im Alltag und das ist erst die Schule - wie sieht dann die Arbeitswelt aus? Es macht mir Angst zu werden wie all diese grauen Arbeitstiere, die scheinbar keinem ihre Aufmerksamkeit gönnen wollen und nur übermüdet und mit ausweichenden Blicken in die Welt oder vielmehr auf den Asphalt schauen. Wenn du dir die Zeit nimmst und Situationen und Menschen mit deinem Gedächtnis "fotografierst" und dich an diesen Bildern nicht satt sehen kannst und Geschichten um sie herum erfindest, so überstehst du deinen Alltag besser, denn du merkst, dass die wirklich wichtigen Dinge, die die Welt bedeuten, meist versteckt vor deiner Nase tanzen und du musst nur deine Augen öffnen um ihnen zusehen zu können. Sobald du das schaffst, wenn auch nur für Sekunden, dann kann dein ganzer Tag gerettet sein.

g

Rüssel an Schwanz, dear . das ist der Dresscode

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 20:32

Sobald man die Scule wechselt wird alles anstrengender. Man hat mehr zu tun, mehr zu organisieren und viel weniger Zeit. zuhause angekommen traut man sich nicht mehr an den Computer und steht dann brav immer um Viertel vor 6 wieder auf. Grenzenlose Panik macht sich breit. Ich habe nun einen Alltagstrott gefunden, pendle immer hin und her, stehe in Ecken und Löchern und versuche meine Intelligenz zu erweitern. Ich weiss, dass ich es eigentlich mag, ja auf irgendeine Weise mag ich Schule, aber doch bleibt immer noch die müde aber doch noch hörbare Stimme im Hinterkopf, die sagt; Wieso muss es so laufen? Warum immer dieser Druck und die Müdigkeit? Wozu? Weshalb? Warum? Und dann höre ich die andere Stimme, die mich anspornt und sagt, dass ich weitermachen soll, dass ich lernen soll nie aufzugeben und keine Müdigkeit oder Lustlosigkeit zu zeigen. Die Angriffsfläche wäre zu gross.

Nun ja. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die beiden Stimmen vereint und es entsteht ein Gemisch, was mir aber nicht sonderlich gefällt.

Hier stellen sich nun die Fragen a.) schizophren? und b.) Spiesser`?


+i believe in...+

la musique, ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 22:14

Wie haben das die Lehrer und Eltern immer umschrieben? "Jetzt fängt der Ernst des Lebens an". Okay, man kann jetzt ¨über weiterführende Schulen sagen was man will, doch auch diese bringen Stress mit sich. Jeder trichtert einem ein, wann die Proben stattfinden, dass man sich ja keine schwerwiegenden Fehler leisten und dies und das beachten sollte.

Es ist für mich zwar ein leichtes unter Druck zu arbeiten, aber nur, wenn ich ihn selber auf mich ausübe. Vielleicht ist es nur ein Eintrichtern am Anfang, damit es auch alle verstehen, aber ich setze mir meine Grenzen, Ziele und Erwartungen selbst und erachte es als eine Art Vertrauensbruch, wenn man mir sagt, was ich noch zu beachten habe und wie ich mich verhalten soll. Denn letzlich entscheidet jeder selbst ob er sich nun anstrengen will oder ob er sein Leben lieber anderem zuwenden will. Da braucht es doch keine unschöne und überflüssige Kommentare von den Lehrern.

Ach und so wie es aussieht erwarten mich am Wochenende die Jungs von Muse/Franz Ferdinand/Mando Diao und die göttlichen Morningwood. Was für ein Abschluss des Sommers. Kleiner Wehmutstropfen; das verpassen von den unglaublichen wie phänomenalen Nada Surf. Always love hate will get you...

Ach; ist das nun ein Wiederspruch? Ich sagte, dass ich ganz gut für mich alleine lernen kann und will und die Schule auch durchziehe, aber das Wochenende ist immer noch ein anderer Teil...

...everytime


Spiessertum delight

vernetzt — geschrieben von callme @ 21:11

Den Sommer über - ich sehe den Sommer nun eigentlich schon als beendet an, obwohl die ewig doof grinsenden Meterologen im Fernsehen nur von einem "vorübergehenden Tief" sprechen - geschah in meinem Leben nichts weiteres als das ich selbst ewig doof grinsend auf meinem Badetuch sass, naiv und böse zugleich in die Welt hinaussah und Bücher las, die meinen Befindlichkeitszustand nicht gerade verbessert haben.

Manchmal wollte ich die Momente, die ich erlebt habe, in einer Dose einfangen, sie beschriften und aufbewahren und dann wiederum entstand in mir die besagten Momente an einer Klippe zerschellen zu lassen (Dank den tollen reisedokumentationen im Fernsehen sind meine Ausführungen zeitweise ziemich romantisch). Die ferien waren also geprägt von den vermeintlich wichtigen fragen des Lebens, beispielsweise was es ausmacht jung zu sein und wie man bitteschön leben muss um später sagen zu können ich habe meine Jugend gelebt.

genau mit dieser Frage musste ich mich vielzuoft herumschlagen. Sollte ich jetzt tun was all die anderen als toll betrachten - man beachte dabei, dass dies teilweise sachen sind, die unsere Eltern genauso gemacht haben und schon nur bei der Vorstellung kommt mir das Essen hoch.

Man gilt also im erlauchten Kreis der Jugendlichen als verantwortunslos, wenn man sein Joghurt nicht richtig entsorgt, als agressiv, wenn man die Stimme erhebt oder den Kopf an die Wand schlägt und als unnahbar, wenn man nicht mit jedem sprechen will. Man muss immer darauf achten irgendwelche Ehrenkodex(Mehrzahl von Kodex?Kodexe?Kodi?) einzuhalten und niemandem auf die Füsse zu treten. Denn im Grunde genommen sind die meisten Jugendlichen wie die Erwachsenen, nur mit weniger Falten und einem anderen Musikgeschmack.

Und ich merke immer wie mehr, dass auch ich langsam zur Spiesserin avanciere, Sachen zigtausend mal abwäge und überdenke und mehr oder weniger "erwachsen" handle.

Widerlich.


//Sommer's gone//

vernetzt — geschrieben von callme @ 10:26

Nachdem während des Sommers Kuttner.eingestellt wurde, die Caffe Lattes eine Teuerung überstehen mussten und es im Nahen Osten zu einem offenen Krieg kam, sah ich diese Dinge als ungutes Omen und die Frage "Bloggen?" schlich sich wieder in meine Gedanken mit ein. Ich bin nicht dafür bekannt wirklich konsequent zu sein und deswegen versuchte ich es zuerst mit Verdrängung der Frage und dann mit Aufschiebung. Doch jeder der einmal mit dem Bloggen angefangen hat und dann - durch Überzeugung oder durch Ausfallen des Computers- daran gehindert wird, weiss wie es ist. Nach einiger Zeit juckt es wieder gewaltig in den Fingern und auch wenn man die ganze Zeit über Papier und Bleistift zur Hand hatte, ist es nicht das gleiche. Überhaupt lässt sich bloggen und Schreiben im herkömmlichen Sinne gar nicht vergleichen, weshalb ich mich schon lange nicht mehr in Diskussionen mit Menschen die nicht bloggen einlasse.

Um zum eigentlichen Grundthema zurückzukommen; Ich hatte gewaltige Entzugserscheinungen die sich in Zerstreutheit, Depressionen und verhältnismässig exzessivem Blogkonsum geäussert haben.

Und was ich nun eigentlich sagen wollte und wozu ich hunderte von Worten gebrauchte:

I wanna keep on lovin' you - cause it's the only thing i wanna do


sommerpause? ft. brian molko

ich vs. die welt da draussen — geschrieben von callme @ 20:54

free your mind

My Friend, The End Is Near And So I Face The Final Curtain

Vor einigen Minuten gab ich bekannt, dass ich eine Auszeit von meinem Blog will. Und genau in dieser Minute bemerkte ich, dass ich dies acuh nach immer unregelmässigerem Bloggen nicht schaffen werde. Irgendwann juckt es dich wieder in den Fingern und du willst dir wieder die Finger wund schreiben auch wenn du es 3 Monate lang nicht tatest.

Also.

Jemand hat einmal gesagt, dass ein Placebo Konzert der Inbegriff aller Dinge ist. Und nachdem ich samstags völlig durchnässt zwischen Bierbäuchen und kleinen H&M Mädchen stand, meinen Kopf in die Richtung streckend in der ich Brain Molko erwartete, da dachte ich: Dieser jemand hat Recht. Placebo SIND der Inbegriff aller Dinge. Während 90 Minuten lässt du dich in einen Strudel des Geniessens fallen, dein Körper fängt an zu zucken, dein Gewicht verlagert sich vom einen Bein aufs andere und du realisierst, was es heisst zu existieren. Die Masse heult vor Ekstase und du mittendrin, schwere Leiber drücken gegeneinander, bäumen sich auf und lassen sich fallen. Brian Molko versetzt dich in eine Trance aus der du nicht entfliehen kannst und willst. Er führt dich mit seiner Stimme in die hintersten Ecken des Lebens und lässt Bilder in deinem Kopf entstehen. Und als wäre es nicht genug schreist du lauthals mit in der Hoffnung, dass die Erlösung, die du erhoffst endlich kommt.

Du lässt dich in ein Meer fallen, das unendlich erscheint und das einzige, das du fühlst ist vollkommenes Glück und den Regen auf deiner Haut. Und zu guter letzt realisierst du, dass du nicht eher ruhen wirst bis Brian dich heiratet.

....someone call the ambulance, there's gonna be an accident....


someday i will get you

la musique — geschrieben von callme @ 22:03

Im vorherigen Eintrag machte ich darauf aufmerksam, dass immer mehr Blogs zu Werbezwecken missbraucht werden. Okay ich mach das jetzt auch.

Miss Juliet Simms' Musik ist etwas vom Besten, was der Sommer bis jetzt herausgebracht hat. Vielleicht ein bisschen poppig und schnulzig für die einen, für die anderen schreibt sie die schönsten Songs der Welt.

juliet simms

...and this drama fields....


blogger's delight?

vernetzt — geschrieben von callme @ 21:48

Die Blogosphäre fängt an dämliche Ausmasse anzunehmen. Dieser Tage habe ich entdeckt, dass jede 2te Pseudo wichtige Internesite, bei der man eigene Accounts erstellen kann, eine Blogfunktion veröffentlicht. hm. Und wie denke ich nun darüber? pessimstisch. Denn es ist ja wohl naheliegend, dass diese Blogsdann missbraucht werden und fragliche Einträge à la oh mein Gott wie süss ist der denn..hach..entstehen. Die Blogosphäre wird damit in den Dreck getogen und nun muss man sich umso mehr rechtfertigen, wenn man sagt ich blogge. Okay ich mache das ja nicht, da ich das 1tens nicht öffentlich herumschreie und 2tens mein Umfled noch ziemlich unaufgeklärt über die Existenz der Blogosphäre ist.

Es ist eine Verhunzung des Mediums, wenn man auf einmal auf den fahrenden Zug aufspringen will und fantasielose Einträge mit Zitaten aus irgendeinem Freundschaftsbuch schreibt.

Es ist euinfach grauam mitanzusehen, wie zahllose Blogs entstehen um von den Benutzern als Werbetrommel, Taschentuch oder Fotogalerie missbraucht werden.


Mach dir deinen Soundtrack

la musique — geschrieben von callme @ 21:22

Es fängt an sich zu regen. Zuerst ganz fein und leise pochend entwickelt es sich zu einem stampfenden, unüberhörbaren Laut. Dein Herz wird grösser und grösser, fängt an im Takt zu schlagen und die Musik nimmt Besitz von deinem ganzen Köper.

Im Winter gab es nichts, das deinen Körper auch nur annähernd in Ekstase bringen konnte. Während des Frühlings wurde langsam klar in welche Richtung es dich ziehen wird und nun ist er da: deine Musik für den Sommer(übergang). Du hörst es während du auf deinem zu unbequemen Bürostuhl sitzt und auf einmal fängt dein Körper an zu vibrieren. Dein Kopf nickt mit, schüttelt sich und deine Lippen formen die Worte nach.

Mir geht es im Moment so. Die Musik hängt sich im Gehörgang fest und du weisst; es ist DEIN Soundtrack. Niemand darf ihn dir nehmen oder beanstanden. Niemand darf dir sagen ob er akzeptabel ist oder nicht, denn jede Korrigierung bringt dich in Rage und du fängst an deine Lieblingsbands + Bandmitglieder + Alben + Singles + EPs hinunterzulabern. Nein falsch. Du wählst deine Worte vorsichtig und mit Bedacht aus und lässt sie auf der Zunge zergehen, so das es sich für einen Aussenstehenden wie ein Gedicht anhört. Und während du sprichst fühlst du den leisen, pochenden Ton in deinem Körper und in deinem Kopf wechseln sich Intro und Refrain ab. Du kannst eine Zeile auswendig , DEINE Zeile, und du guckst am Ende irritiert, wenn die anderen nicht wissen wovon du sprichst.

Du fängst an plötzlich Alltagssituationen mit deiner Lieblingsmusik des Momentes zu umrahmen und denkst dir im Bus ; Genau jetzt Nada Surf oder Death Cab for Cutie oder könnte man vielleicht PJ laufen lassen? Und auf einmal werden deine Busfahrten zum Erlebnis, zu einem Film, bei dem du den Soundtrack dazugesteuert hast.

wunderbar.


keep on lovin' you

la musique — geschrieben von callme @ 22:24

Jeder Mensch hat seine dunklen Geheimnisse. Und jeder versteckt sie gut behütet in seinem Herz. Keiner versteht es wenn man versucht sie auszudrücken oder versucht sie mit Hilfe der anderen zu bekämpfen. Es nützt auch nichts, wenn man sie unterdrückt und nicht zulässt, dass diese Gefühle in sein Gedächtnis und seine Seele dringen, geschweige denn an die Oberfläche kommen.

Man sollte seine Geheimnisse in einer kleinen Kammer in seinem Herzen einschliessen, so steht es jedenfalls in meiner Gebrauchsanleitung, von der ich heute Seiten 13 und 14 gefunden habe. Es steht, dass du deine Geheimnisse wahren sollst, da es das kostbarste und zugleich gefährlichste ist, was du besitzt.

Aber wird man nicht krank davon niemandem seine Geheimnisse zu erzählen? Zerreisst es einen nicht innerlich, wenn man stumm mit sich selber einen stundenlangen Kampf ausübt, nur um zu bemerken, dass man verliert? Ist es nicht nervenauftreibend zu schweigen und sein Kopfkissen zu befeuchten? Oder braucht es och viel mehr Kraft seine Angst. seine dunkelsten Ecken in Worte zu fassen? Oder schreibt man sie in sein Testament, damit die Leute erst nach dem Tod Bescheid wissen und darüber urteilen können? Und ist es ein Verbrechen, wenn man an einigen Abenden Stühle an die Wand schmeissen könnte, nur um seine Wut zum Ausdruck zu bringen, weil man nicht weiss ob man seine Geheimnisse jetzt lüften will oder nicht?

Und nach all diesen Fragen fühlt man sich erstmals ausgelaugt und man verspürt keine Kraft um darüber nachzudenken. Und am Ende sagt man sich, Mädchen eigentlich sind deine Probleme nicht gross oder überragend und alles geht vorbei oder wird besser und 234243545 andere Menschen werden in diesen Sekunden gefoltert also wieso, wieso verdammt nochmal bist du unentschlossen?Wieso und wovor hast du Angst? Und verschlägt es dier ob soviel Paradoxie nicht den Atem?

Fakt ist, dass eine der Aufgaben, die du im Leben hast, daraus besteht jemanden zu finden, der deine dunklen Geheimnisse erträgt und dessen dunkle Geheimnisse du wiederum auch tragen kannst, damit du nicht den Verstand wegen kleinen Probemen verlierst.


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